Effektiver Arbeitsschutz für Pädagogen –
Konzentration auf Störungen/Konflikte

Umgang mit Schwierigkeiten – Feedback-Kultur

Als erster Schritt der Förderung von Bildung und seelischer Gesundheit müssen gewichtige – bisweilen lähmende – Stressoren angegangen werden: überschießende Aggressivität, Bedrohung, Einschüchterung, Beschämung und drohender Ausschluss. Auch Selbsttäuschung ist weit verbreitet und kontraproduktiv, zum Beispiel durch Pseudo-Lernen und Hochstapelei, bei Lernenden und Pädagogen. Häufig führt das Vortäuschen von Kompetenz zur Hypothek im Bildungsprozess. Die angehäuften Schwierigkeiten entmutigen letztlich. Überfrachtete Lehrpläne fördern diese Unkultur, Bulimie-Lernen und entwerten Bildung.

Umgekehrt ist der Umgang mit Schwierigkeiten wegweisend. Eigentlich müssen Lernende und Pädagogen ihre Grenzen, die landläufig als Fehler markiert und kaschiert werden, mit Eifer suchen. Nach Einstein liegen die Möglichkeiten inmitten der Schwierigkeiten. Diese Potentiale, über sich hinauszuwachsen, basieren auf gegenseitigem Vertrauen und Offenheit. Unbedingte – aber schwer zu erreichende – Voraussetzung ist, Beschämung zu vermeiden. Unreflektiert tradierte Lehrmethoden können das Lernen verleiden und das Miteinander lähmen. Zur wünschenswerten Kultur der stetigen wohlwollenden Verbesserung von Bildung gehört die Evaluation der Bildungsinhalte, der Didaktik und der psycho-sozialen Situation. Teamarbeit würde viele Pädagogen entlasten und durch konstruktives Miteinander die persönliche Entwicklung begünstigen. Die Förderung der Mitwirkung von Schülerinnen an der Schulorganisation sowie Aktivierung von Peer-Programmen ermöglicht ein Klima von Offenheit.