„Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern.“ (Malala Yousafzais Rede vor den Vereinten Nationen am 12. Juli 2013)

Das kleine 1 × 1 der Seele

Diese Übersicht soll die Grundlage dafür fördern, Zusammenhänge darstellen, anregen, Einblicke ermöglichen. Was ist die Seele? Was hält sie gesund? Wie können Pädagogen die Persönlichkeitsentwicklung fördern, die der Lernenden, und ihre eigene? Was hilft bei Schwierigkeiten? Für welche besonderen seelischen Zustände und Phasen ist die Einteilung als Krankheit notwendig, hilfreich oder eher schwierig?
Bei der Professionalisierung der psycho-sozialen Kultur von Bildungseinrichtungen geht es um ein individuell und institutionell passendes Maß. Seele und Bildung entwickeln sich am günstigsten in einer Atmosphäre von Offenheit, Respekt und demokratischer Beteiligung.

“Achtsam lernen“, stellt die bedeutendsten Faktoren seelischer Stärkung und Belastung dar, sozialer Anschluss, Wertschätzungsketten und Gewalt. Der Einzelne strebt nach Sicherheit und Zugehörigkeit, Anerkennung und Anregung. Wie kann dies für möglichst viele ermöglicht werden? Immer wieder wird auf die Untrennbarkeit von Körper und Seele eingegangen, hier zum Beispiel auf körperliche Voraussetzungen für Lernen, wie Schlaf und Bewegung.

Die aktive Förderung der seelischen Gesundheit fängt mit den Pädagogen an. Nicht erst seit der Meta-Meta-Analyse des Bildungsforschers John Hattie über die Wirksamkeit der einzelnen Bildungsfaktoren ist klar, dass die Pädagogen entscheidend sind für das Bildungswesen, deren Qualifikation, psychische Belastbarkeit und vor allem berufliche Identität. Pädagogen sind heute mit vielen neuen Anforderungen, Ängsten von Familien, Haltlosigkeit von Kindern konfrontiert, werden jedoch in den zusätzlichen Kernkompetenzen kaum gestärkt.

Aber auch analog zu den Pädagogen werden für Lernende Eckpunkte zur Förderung der seelischen Gesundheit dargestellt. Wie verändert sich die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen im digitalen Zeitalter, insbesondere die Entwicklung der sexuellen Identität? Wie können Eltern unterstützt werden? Viele sind beruflich sehr angespannt oder lange Zeit ohne Anstellung. Psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen haben in den letzten Jahren zugenommen. Welche Ursachen sind dabei objektivierbar? Wie wird das Kindeswohl – juristisch und praktisch – bewertet?